Jahresrückblick 2019 und Jahresplanung 2020

Dass mein Jahresrückblick in der ersten Arbeitswoche des neuen Jahres und nicht in der vorletzten oder letzten Woche des alten Jahres kommt, ist symptomatisch für das vergangene Jahr, symptomatisch für die Haltung, die ich dem Blog gegenüber einzunehmen versuche: Sehr viel echtes, analoges Leben, das es zu genießen, bewusst zu erleben, aber auch einfach auszuhalten gibt.

Dieses echte, analoge Leben muss Priorität haben

Ich bin ein sehr getriebener Mensch. Habe viele Ideen und Wünsche – als Mensch, als Mama, als Partnerin und als Selbstständige. Das macht es mir wirklich schwer stillzusitzen.
Das ist kein neues Thema, das ist auch keines, das sich auflösen lässt und es ist auch keines, das weg soll. Das bin ich – getrieben und rastlos, aber auch kreativ und committed – und das ist auch sehr gut so.
Als Bloggerin verstehe ich mich eigentlich, tief in mir, nicht – ein wiederkehrendes Thema, kein neues, eines, das sich auflösen ließe, aber eines, das irgendwie auch nicht weg soll. „Wenn man etwas zu sagen hat“, habe ich letzte Woche gelesen, „ist schweigen auch eine Lüge.
Und ich habe etwas zum Umweltfaktor von Epoxidharz zu sagen, zur Werbekennzeichnungspflicht oder zur Aufwertung alter Materialien. Ich möchte zur Transparenz in Sachen Bloggen/Blogstatistiken beitragen und mein Herz fließt in Texte wie Die neue Zeitrechnung oder Ehe Du Dich versiehst.

Deswegen bleibt das so – mit VLV und mir –, aber das echte Leben muss insbesondere in Sachen Timing, aber auch Balance Priorität haben und wenn einmal ein eigentlich geplantes Posting bzw. ein Beitrag warten muss, then so be it! (Sage ich mir selbst als Mantra, denn eigentlich habe ich den größten Stress damit.)

Jahresrückblick 2019 und Jahresplanung 2020: Motivierende Neujahrsvorsätze formulieren
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Jahresrückblick 2019

Fünf Erkenntnisse aus dem Alltag

Jahresrückblick 2019: Wie man den inneren Schweinehund austrickst

Wie ich das Loophole zur Laufliebe entdeckt habe

Der beste Moment, um zu beginnen, ist …die meisten werden sagen: „… jetzt“. Das hämmern uns Motivationssprüche nämlich in unser Hirn ein. Jetzt beginnen, nicht vertagen, sich reinstürzen, losmarschieren. Also bitte, macht mal halblang ihr übermotivierten Inspirational Quotes.
Besonders am Jahresanfang ist das Thema „voll durchstarten“ ein sehr präsentes, denn „mit dem neuen Jahr“, versprechen wir uns selbst, „wird alles anders.“
Sorry, but no.
Wie oft ich Diäten angefangen oder mit Sportprogrammen begonnen habe … „Ab jetzt geh ich xy-mal laufen, esse ab 17 Uhr nichts mehr …“ Mit dem Ziel abzunehmen, wieder in Größe XY zu passen, wieder so aussehen wie vor den Kindern. Leider muss ich meinem alten Ich sagen, dass das zum Scheitern verurteilt ist.
Aber ich habe 2019 ein Schlupfloch gefunden, durch das ich geklettert bin. Ich habe meinen Schweinehund ausgetrickst!
Dafür habe ich mir einen ganz besonderen Tag ausgesucht, von dem ich weiß, dass der für mich so etwas wie mein persönlicher Neustart-Tag ist – für Dich mag das der Neujahrstag sein, der Frühlingsbeginn oder auch Dein erster Urlaubstag, für mich ist es mein Geburtstag.
Der Tag, den ich am liebsten allein in meiner Muschel tief unten am Meeresgrund verbringe, zynisch auf die Welt schaue und alles blöd finde. Nur die Menschen, die von selber wissen, dass ich Geburtstag habe und mir gratulieren, die mag ich.
Es war also wieder so ein Geburtstagstag da. Einer der ersten Herbsttage, strahlender Sonnenschein, nichts zu tun (gearbeitet wird an dem Tag natürlich nicht – ein Selbstständigkeitsluxus, den ich mir gönne) … eigentlich genau der richtige Tag, um etwas zu tun, das man noch nie getan hat, etwas, das man eigentlich genauso doof findet, wie das Älterwerden selbst: Laufen. Ich hasse laufen.
Den Orthopäden, der mir gesagt hat, dass das total schlecht für meine Gelenke ist, hätte ich abschmusen können. Ein paar Jahre lang, habe ich das als Ausrede verwendet, bis mir eine Freundin – selbst Ärztin – erklärt hat, dass es natürlich belastend für die Gelenke ist, aber zu wenig Sport mich wohl eher umbringt wird als das Laufen.
Im September nahm Sami (lieber Mann) an einem Laufseminar teil. Die Empfehlung des Arztes und Coaches: dreimal pro Woche, jeweils 30 Minuten – nicht länger.

An meinem 36. Geburtstag dachte ich, man könnte das probieren. Einmal. Dreißig Minuten. Dann kann man es doof finden, aber stolz auf sich sein, dass man an seinem Geburtstag die Qual des Laufens auf sich genommen hat.
Ich habe mir Castbox, eine Podcast-App, heruntergeladen, mir die neue Laufleggings (die ich mir vor allem des Styles wegen gekauft hatte … und FALLS ich mal Sport mache) angezogen und bin losgelaufen.

Ich habe früher immer entweder nichts oder Musik gehört – fataler Fehler für jemanden, dessen Gedanken nicht zur Ruhe kommen, weil ich nach fünf Minuten immer jedes Wehwehchen gespürt, meine E-Mails gedanklich diktiert, mir meine To-Dos aufgezählt habe und gestresst war, die Laufrunde zu beenden.

Wenn man aber Geburtstag hat, es 8:30 Uhr in der Früh ist, die Kinder in Schule und Kindergarten sind und man sich den Tag freigenommen hat, dann gibt es keine To-Dos. Wenn man sich einen Podcast anhört und sich mit den dargebrachten Gedanken eines anderen Menschen befasst, hört man die eigenen nicht. Man hat nicht einmal Zeit, sich über Gelenke den Kopf zu zerbrechen.
Ich bin in den darauffolgenden zwei Wochen öfter laufen gewesen als in den drei Jahren davor. Insgesamt. Vielleicht sogar fünf. Die Kombination von körperlicher Arbeit und geistiger Horizonterweiterung war mein Loophole und ich bin meinem 36. Geburtstag unheimlich dankbar, dass er es geöffnet hat, weil ich an die ersten Wochen weitere anhängen konnte – ganz nach dem Motto: Was man an seinem Geburtstag schafft, schafft man an anderen, „normalen“ Tagen erst recht.

Ich glaube, ich mag laufen, weil wir einander nach vielen gescheiterten Annäherungsversuchen zum richtigen Zeitpunkt neu gefunden haben. Nicht, weil ein Kalenderblatt den 1.1. angesagt hat, nicht weil ein Inspirational Quote mir das „Jetzt“ befohlen hat, sondern weil es der richtige Moment für mich war.

Der Moment, in dem sich unaufgeregte Motivation, ein gewisser Leidensdruck und eine gesunde Haltung treffen.

Jahresrückblick 2019: Die Sache mit dem Joy Spark

Die Sache mit dem Joy Spark

„Aufräumen mit Marie Kondo“ – die Netflix-Serie brachte bei mir vor allem eines zu Tage: puren Zynismus. „IKEA freut sich einen Haxen aus. Zuerst haben alle die PAX-Einlegeböden gekauft, jetzt werden sie gegen die 30-Euro-Laden getauscht und IKEA hat doppelt abgecasht“, war einer meiner ersten Kommentare, als Sami und ich die erste Folge gemeinsam angesehen haben. Mehr „anschauen, welchen Müll fremde Menschen horten, den ich nicht habe und deswegen auch keine Tipps brauche, wie man das sortiert“ hat Sami nicht vertragen. Tatsächlich ist der Kondoismus denkbar simpel – das Konzept erschließt sich bereits nach dem Schauen einer Folge, wenngleich es zum Falten von Kleidung und zum Sortieren einzelner Gegenstände immer noch tiefergehende Tipps von Marie Kondo gibt. Die äußerste Schicht der Botschaft ist für mich die Frage: Does it spark joy?

Das habe ich auch als einzige, aber sehr wichtige Frage für mein Jahr aus dieser Anfang 2019 gelaunchten und gehypten Sendung mitgenommen. Does it spark joy – die Dinge, die ich besitze, die Gewohnheiten, denen ich nachgehe, die Aufträge, die ich annehme, die Kleidung, die in auf meinem Dachboden aufbewahre, für den Moment, in dem ich kein Geld habe, um mir etwas Neues zu kaufen und dann auf diese alten Sachen zurückgreife …
Und auch die Serien, die ich mir ansehe. Ironischer Weise ist die Marie-Kondo-Serie dem „Joy Spark“, wie er fortan bei mir hieß, als Erstes zum Opfer gefallen, denn die Sendung hat mich maßlos aufgeregt – das 3-fache Falten, die zahllosen Schachteln, das öffentliche und oft sichtbar schmerzhafte Ausverhandeln von „behalten oder weggeben“ im Dreieck der beiden PartnerInnen mit Marie Kondo.

Mitgenommen habe ich aber diese eine kleine Frage: Does it spark joy?

Jahresrückblick 2019: Aufheben oder Horten. Wie Du Dich von Dingen trennst.

Aufheben, für den Fall der Fälle – wenn der Worst Case nie eintritt

Beflügelt davon habe ich all die Kleidungsstücke, an denen ich seit Jahren hänge und die ich „für einen Moment, in dem ich mir keine neuen Sachen kaufen kann …“ – Du hast es oben gelesen … – unter die Lupe genommen.

Aufheben aus Angst. Keine gute Motivation. Es ist nämlich ein Trugschluss, dass man damit eine Handlung setzt, die vernünftig oder eine Vorsichtsmaßnahme ist. Was es dagegen tut, ist, dass man die Angst, dass ein Zustand eintreten wird/könnte, sehr nah bei sich hält. Die Angst, dass der Partner stirbt und man deshalb von heute auf morgen eine Fixanstellung in einem Büro braucht, in dem man Blusen und Blazer tragen muss – die man seit Jahren nicht getragen hat, weil man ¾-Ärmel HASST. Die Angst, dass das Geld knapp wird und man sich keine neue Weste kaufen kann, weshalb man die alte lange über ihre natürliche Lebensdauer behält.
Interessanter Weise hat sich auch Hoffnung für mich als wenig positive Motivation entpuppt: Die Hoffnung, dass ich wieder in meine Vor-den-Kindern-Hosen mit niedrig geschnittener Taille hineinpasse. In dieser scheinbaren Hoffnung steckt ganz viel Versagensgefühl. Warum also sollte ich das noch länger ganz nah bei mir lagern?

Meine Schwester veranstaltet immer wieder Kleidertauschparties. Als wieder ein Termin feststand, habe ich mich von all den Kleidungsstücken befreit, die ich „nur für den Fall …“, dass ich dicker, dünner, ärmer oder sonst etwas werde, aufgehoben habe. Zwei IKEA-Säcke voll.

Besitz darf nicht unglücklich machen!

Etwas herzugeben übrigens schon. Und das bringt mich zum nächsten Punkt.

Tipps für 2020: Wann Du Dir ein Trauerjahr erlauben solltest

Das Trauerjahr

Ich hatte hier schon einen Absatz zu einem sehr persönlichen und insgesamt wohl zu komplexen Thema stehen, den ich mir für ein nicht näher definiertes „Später“ aufhebe. Die Quintessenz ist die: Wenn Du (Lebens-)Träume loslässt, erlaube Dir zu trauern.

Manche Träume zerplatzen, andere verabschieden sich schleichend, weil das Leben sich verändert. Manchmal stellen sich die Weichen so, dass ein Lebenstraum zugunsten eines anderen (vielleicht noch in seiner Fülle zu entdeckenden) Traumes verabschiedet werden muss. Das kann sehr schwer sein. Das darf sehr schwer sein. Erlaube Dir zu trauern.

Damit schlage ich auch gleich die Brücke zum nächsten Thema: Erlaube Dir, Dich gut zu fühlen!

Das war 2019: Unglücklich nach dem Frisörbesuch? Das muss nicht sein!

Für alle, die immer unglücklich mit ihren Frisörentscheidungen sind:
Die „Mach mich hübsch“-Falle

Kennst Du das Gefühl, das sich von einem Tag auf den anderen einstellt und Dir sagt, dass Du unbedingt jetzt sofort zum Frisör musst, weil Du es keinen Tag länger mit Deinen Hair-Status aushältst? Dann rufst Du beim Figaro Deines Vertrauens an, es gibt erst in zwei Wochen freie Termine, also rennst Du irgendwo anders hin und hast am Ende eine Frisur, die Dir nicht gefällt, viel zu kurz geworden ist und Du bist totunglücklich. Jetzt traust Du Dich wieder Monate lang nicht zu Deinem eigenen Frisör, weil Dir das Abbittetun eigentlich fürchterlich am Senkel geht und ganz tief im Inneren ärgerst Du Dich über Dich selbst und die Haare und das Leben und … Haare sind eine cut-astrophy!

Now, this is a good one! Mein Learning in Sachen Haare ergab sich so: Für das Magazin „Das ist meine Josefstadt“, für das ich großräumig texten durfte, besuchte ich Frisörin Simone Jungwirth in ihrem Salon im 8. Bezirk. Auf die Frage nach ihrem wichtigsten Ratschlag antwortete sie: „Mach Dir einen Nachtermin aus! Warte nicht, bis Du Dich nicht mehr wohlfühlst, sondern überlege, wann der nächste Moment kommt, in dem Du Veränderung brauchen wirst.“

Wow!

Eigentlich war es keine neue Information für mich – zigmal hat mir meine Frisörin schon gesagt, dass ich längerfristig planen soll, aber die Message ging bei mir nicht ein. Ein Frisörtermin war für mich bisher immer eine spontane Sache – ich brauche Veränderung, also rufe ich an (und will auch in den nächsten 48 Stunden hin). Dass ich mir damit etwas sehr Wesentliches nehme, war mir bis zu dem Gespräch mit Simone nicht bewusst: Vorfreude!
In welchen Abständen Haare professionelle Zuwendung brauchen, ist unterschiedlich. Bei mir sind es etwa drei Monate – dann fällt das alles nicht mehr schön und ich trage eigentlich schon seit Wochen immer nur einen Zopf, weil sie widerspenstig und unstylebar sind. Dann kommt von einem Tag auf den anderen der Rappel und ICH MUSS SOFORT ZUM FRISÖR. SOFORT! Ich bin damit nicht alleine, wie Simone mir verriet, wir kommen dann mit einer „Mach mich schön“-Erwartung und wünschen uns Totalveränderungen. Das geht nicht nur oft daneben, sondern beraubt uns der Vorfreude, die man genießen könnte, wenn man sich bei Termin 1 bereits Termin 2 in (Hausnummer) drei Monaten ausmacht.

Ich habe mir Simones Rat zu Herzen genommen, meine Frisörin angerufen und die Taktik bereits zweimal ausprobiert: Fette Empfehlung meinerseits das zu probieren. Tatsächlich konnte ich auch einige Wochen mit suboptimalen Haaren leben, wissend, dass ich bald zu MEINER Frisörin gehen kann – die weiß, was mir gefällt, was mir steht, wie risikofreudig ich wirklich bin u. s. w.

Dieser Tipp war wirklich ein Gamechanger für meine Ha(ir)ppiness.
Wenn Du das Interview mit Simone Jungwirth lesen möchtest, blättere in „Das ist meine Josefstadt“ auf S. 38, hier findest Du das Magazin als Download.

Trends aus 2019, die ich nicht verstanden habe

Musselin-Tücher. Gefühlte 1000-mal habe ich Erwachsene Musselin-Tücher um den Hals tragen gesehen – auf Instagram wohlgemerkt, nie im richtigen Leben. In modische Posen geworfen oder ganz nonchalant zur Lederjacke beim Spaziergang um den See. Tut mir leid, es newsflashen zu müssen: Sieht für mich so aus, als wären die Spuckwindeln der Kinder nochmal aus dem Kasten gefischt worden. Das trendsettende Modevorbild, dem hier vielfach gefolgt und dessen offenbar ansprechender Style interpretiert wird, muss sich mir noch zeigen – bis dahin ist es für mich ein mmmmmm-hm?-Trend.

Den Marie-Kondo-Hype. Naja, verstanden habe ich den Hype schon – wer will nicht das perfekt aufgeräumte Leben? –, was mich eher wundert, ist die Tatsache, dass die KondoistInnen so laut und die Gegenstimmen kaum zu hören waren. Der Erfolgskurs war ungebrochen bis dann im November der Marie-Kondo-Shop online ging und sie dafür ordentlich Kritik kassierte. Body Brush um $ 108, Nagelbürste um läppische $ 18, Serviertablett aus Holz um $ 161 – die Ironie hat größtmöglichen Joy in mir gesparkt!

High Waist Mom Style Jeans. Warum sollte ich etwas tragen wollen, das unvorteilhaft zum Quadrat ist?

70er-Jahre-Goldrandbrillen. Why, Lord, why?

Jahresplanung 2020

2020 möchte ich natürlich am Laufen festhalten und dabei weiter in die Podcast-Vielfalt eintauchen – da gibt es noch unheimlich viel zu entdecken.
Podcast-Empfehlungen werden gerne entgegengenommen – nutze gerne die Kommentarfunktion.

Außerdem steht das Formulieren neuer Familienregeln für das Jahr am Plan. Dieser Versuch geht für uns ins dritte Jahr und hat sich bisher als sehr hilfreich im Alltag erwiesen. Die 2018 vier bzw. 2019 drei Regeln, die für die ganze Familie gelten stehen gut sichtbar auf einem Letterboard am Klavier im Wohnzimmer und werden uns (v. a. Sami und mir) in Erinnerung gerufen … und so hoffentlich durch Vorleben von der Lady und dem kleinen Lord nachgeahmt.

Woran ich persönlich arbeiten will

Erstens: Wie immer … meiner Geduld.
Zweitens: Da 2019 ein sehr intensives Arbeitsjahr war, möchte ich mich 2020 mehr um Input kümmern – lesen, weiterbilden, vernetzen stehen auf meiner Liste.
Drittens: Die One-Minute-Rule: Alle To-Dos, die innerhalb einer Minute zu erledigen sind, sollen sofort erledigt werden.

Bücher, die 2020 auf meiner Leseliste stehen

Muss mal wieder sein:
Kommunikationswissenschaft: Grundlagen und Problemfelder: Umrisse einer interdisziplinären Sozialwissenschaft von Roland Burkart

Weil ich innerhalb einer U-Bahnfahrt festgestellt habe, dass ich wieder studieren will, das als Selbstständige und Mama von zwei Kiddos nicht ganz so easy ist, habe ich mir noch während selbiger U-Bahnreise folgendes Buch bestellt:
Das Soziologie-Buch: Wichtige Theorien einfach erklärt, herausgegeben vom Dorling Kindersley Verlag

Dringend gewünscht, die ersten Seiten mehrfach gelesen und dann wegen Unhandlichkeit (Hardcover mit Papiereinband und daher schwimmbad-/urlaubspooluntauglich) nicht weitergelesen:
Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere von Peter Handke

Worauf ich mich 2020 freue

Urlaub – wir sind eher Spontanurlauber, haben heuer (österreichisch für „in diesem Jahr“) aber durch ein Geschenk schon mal einen Wochenendurlaub zu zweit in Aussicht und schmieden Pläne für eine Woche mit Grandma in UK … vielleicht sogar mit Cornwall, Strand und Megasandburgen.
Sollten wir einen Doppel-Familienurlaub in Angriff nehmen, hätten wir auch schon das perfekte AirBnB-Quartier in der Toskana – auch eine Überlegung wert.

Nach einem kindergartenfreien Sommer kommt dann die Einschulung des kleinen Lords.

Auf die Weiterentwicklung von LÖVEN. Mit beiden veröffentlichten Singles (Anananda und Immer mehr) in den FM4- und Soundportal-Charts zu sein und das Jahr mit einem tollen Live-Konzert abzurunden, war tolles Öl für das LÖVEN-Feuer. Ich wünsch’s Sami, Gregor und Paul so (wobei ich mir nicht sicher bin was „’s“ ist, aber es ist schön, ihnen dabei zuzusehen).

Neue Aufgaben. Jedes Projekt, an dem ich als Selbstständige beteiligt bin, ist neu und spannend. Bei Interviews lerne ich immer Neues, bei Konzeptionierung darf ich aus der bisherigen Erfahrung schöpfen und bei der Textierung ganz viel auf das Bauchgefühl hören. Es ist wunderbar, einen Kreativberuf haben zu dürfen.

Auf den Austausch mit Euch! Was ich an Instagram schätze, ist der Austausch mit meiner Bubble. Ich habe dort im Dezember gefragt, was das wichtigste Learning 2019 für Menschen war und empfinde es als bereichernd, sich darüber auszutauschen. Denn auch wenn man nicht oder nur teilweise weiß, um welche Themen es dabei für die Einzelne oder den Einzelnen geht, gibt es doch Anstoß, sich über den eigenen Progress Gedanken zu machen.

Wie versprochen: Eure wichtigsten Learnings & Fortschritte 2019

„Auf meinen Körper bzw. mein Bauchgefühl zu hören und nicht das zu tun, was erwartet wird.“

Loszulassen.“

„Dass utopische Ziele leichter zu erreichen sind, weil du am Weg weniger Konkurrenz als bei realistischen Zielen, die sich alle setzen, hast.“

„Ganz viel über Plastik. Wo es überall drinnen ist und wie ich es vermeiden kann.“

„Ich habe gelernt loszulassen und kann viel besser Hilfe annehmen als [ich es] 2018 [konnte].“

Netzwerken und Kontakte sind so bereichernd und Türöffner.“

„Dass ich mich mehr trauen muss und kann!“

„Ein kleiner Schritt nach vorne kann dich viel weiter bringen, als du ahnst.“

„2019 war mein Jahr, in dem ich endlich gelernt hab, zu mir zu stehen.“

„[Mein Learning:] … dass das Leben absolut unberechenbar ist.“

„Ich will im Süden leben. Am Meer. In Italien.“

Standup-Paddeln!“

„Dass ich für einen tollen Urlaub nicht um die halbe Welt fliegen muss.“

„[Ich habe] gelernt, wirklich aufs Bauchgefühl zu hören und die guten Dinge an etwas zu sehen.“

„Dass man immer offen für Neues bleiben sollte.“

Here’s to the Roaring Twenties Zwei-Punkt-Null!

Inspiration für Deinen persönlichen Jahresrückblick 2019 und die Jahresplanung 2020 findest Du gemeinsam mit dem einem Jahreskalender 2020 im Blogbeitrag Freebie: Kalender 2020 zum Download.

Danke fürs Lesen!

© Veronika Fischer, www.vlikeveronika.com

4 comments Add yours
  1. ❤️ den Joy Spark merk ich mir 😉 aufs Loslassen und das Neue…ich wünsch euch ein 2020 mit viel Freude und dass Trauer nicht zuviel Platz einfordert 😘

    1. Hach, liebe Maria, ich wünsch Euch auch das Allerallerbeste für dieses Jahr!
      Seitdem mir gesagt wurde, “Ich glaube, Sie brauchen ein Trauerjahr. Denken Sie drüber nach.”, fühle ich ein Gewicht von meinen Schultern genommen. Es war nämlich auch kein Befehl, sondern ein Gedanke. Sich zu erlauben, wegen etwas zu trauern, das man nicht hat oder verwirklicht, macht dann auch frei, nach einer Weile weiterzugehen, ohne Bitterkeit, und viel mehr das zu sehen, WAS man eben stattdessen hat. Als Mama verstehst Du sicher bestestestens die Unterscheidung von positivem und negativem Schmerz. Trauer ist für mich positiv, Bitterkeit negativ. Deswegen fürchte ich mich nicht (mehr) davor, dass die Traurigkeit mich auffrisst.
      Dickes Busserl!

  2. »Sorry, but no.« 😆 Hach, Veronika, deine Texte gehen runter wie Öl. Oder wie Wasser 💦 Ich liebe Wasser. Es ist immer in Bewegung, auch wenn es still steht. Denn dann verdunstet es. Oder gammelt. Aber hey, »im Fluss« sein mit sich, der Welt und dem kreativen Schaffen ist halt mal so, mal so. Ist ja auch nicht jeder Tag gleich. Was zählt, am Ende des wie auch immer Zeitzyklus, ist doch, dass wir in unserer Mitte sind. Oder wieder dort ankommen, wenn wir sie mal verlassen haben. Und das spür ich ganz stark bei dir. Und schätze das auch sehr: Dass du reflektiert bist, deine Meinung kund tust und das analoge Leben feierst. Ich freu mich sehr, dass ich dich im Digitalen erleben darf und mich dir im Herzen nahe fühle. Alles Liebe für dich. Dicken Drücker an dich, die Debbie

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