Tipps zum Pressen von Blumen, Blüten, Blättern und Gräsern

Basteln mit der Schönheit der Natur. So konservierst Du die schönsten Blumen und Blätter.
Gartenblumen können zwischen schweren Büchern oder in einer selbst gemachten Pflanzenpresse gepresst werden.

Die Schönheit der Natur so lange wie möglich festhalten … dazu bietet sich das Pressen von Blumen, Blätter, Blüten und Gräser an. Grundsätzlich ist es sehr einfach. Es gibt nur ein paar Dinge, die Du beachten solltest.

Schwierigkeitsgrad: ▪▫▫ | Kosten: € | Dauer: 15 Minuten (+ 5-9 Tage in der Blumenpresse)

Das richtige Werkzeug zum Pflanzenpressen

Das Schöne am Pflanzenpressen ist, dass Du mit Werkzeug, aber auch mit simplen Dingen, die jeder zu Hause hat, arbeiten kannst.

Variante 1

Das praktischste Werkzeug, um Blumen zu pressen, ist die Pflanzen- bzw. Blumenpresse. Dabei werden Einlegeblätter – meist aus Karton – zwischen zwei Holzplatten gelegt, die mit einer Schraubenmutter zusammengezogen werden. Ich selbst verwende eine sehr alte Blumenpresse, in deren Mitte lauter Holzplatten sind. Holzplatten sind natürlich stabiler als Kartoneinlageböden. Leider wird das so heute kaum hergestellt bzw. sind die sehr kostspielig.

Ich habe Dir einen Blumenpresse im mittleren Preissegment verlinkt, die recht gut geeignet scheint.

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Eine Pflanzenpresse hilft Dir, die Blumen, Blätter und Gräser, die Du aufheben möchtest, fest zu pressen und dadurch zu trocknen.

Variante 2

Du kannst alternativ aber auch mit schweren Büchern arbeiten.

Variante 3

Du hast zwei Regalböden aus einem … sagen wir Billy-Regal … zu Hause?! Perfekt. Nutze sie als die beiden Platten zwischen die Du die Pflanzen legst und beschwere Deine DIY-Blumenpresse mit Büchern oder anderen schweren Gegenständen.

So funktioniert eine Pflanzenpresse: lege die Blumen und Gräser zum pressen zwischen die Holzplatten.

Der Vorteil einer Pflanzenpresse gegenüber der Buch-Variante ist (es ist sehr banal), dass man genau weiß, wo man die Pflanzen presst. Bei Büchern kann es immer wieder passieren, dass man die eine oder andere Pflanze übersieht oder gar vergisst. Letztens ist mir aus einem Buch, das ich aus der Bücherei ausgeliehen habe, ein gepresstes Blatt entgegen gefallen – das hat wohl jemand vergessen. Außerdem kann die Feuchtigkeit der Pflanze auch Wellen in Deinem Buch machen – verwende also nicht unbedingt die Buchform Deiner Familienchronik aus dem 18. Jahrhundert.

Bei allen Varianten ist es wichtig, dass Du die Blumen, Blüten, Blätter, Gräser zwischen zwei Blätter Papier legst, bevor Du sie auf die Platten der Blumenpresse bzw. in ein Buch einlegst.

Beim Pressen der Pflanze trocknet die Pflanze langsam aus. Der Druck von oben und unten stellt sicher, dass die Pflanze flach bleibt und sich beim langsamen Vertrocknen nicht verformt. Dabei tritt aber – je nach Pflanzenart – mehr oder weniger Feuchtigkeit aus der Pflanze aus, die Verfärbungen zurücklassen kann. Daher ist es wichtig, dass Du Deine Buchseiten/Deine Pflanzenpresse schützt.

Verwende am besten weißes, unbedrucktes Papier oder Löschpapier. Zeitungspapier eignet sich bspw. nicht, da die Druckerschwärze Deine Pflanzen verfärben würde. Auch Küchenrolle ist mit ihrer Struktur nicht geeignet.

Think flat!

Je flacher die Blumen, Blüten, Blätter und Gräser sind, desto besser eignen sie sich zum Pressen. Gänseblümchen, Veilchen, Vergissmeinnicht, Rosenblätter (einzeln), Glockenblumen, Stiefmütterchen, Astern, Mohnblumen, Maiglöckchen, Schneeglöckchen (Achtung: teilweise unter Naturschutz), Farne, Gräser, Blätter von Bäumen und Sträuchern – sie alle eignen sich gut zum Pressen.

Was als zu dick gilt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Schränke Deinen Entdeckergeist nicht ein, sondern probiere es einfach aus.

Erfahrungen

Bei Lavendel habe ich beispielsweise für mich entdeckt, dass Blüten mit wenigen Knospen gepresst hübscher aussehen, als solche, die viele kleine Kelche auf der Blüte haben. In der blühenden Natur ist es genau umgekehrt.
Der Sonnenhut hat zum Beispiel flache Blütenblätter, doch die Blütennarbe ist so dick, dass sie gepresst nicht so hübsch ist.
Auch der Löwenzahn ist etwas dick.

Gute Erfahrungen habe ich mit den oben aufgelisteten Pflanzen gemacht.

Wie lange dauert das Trocknen und Pressen von Blumen, Blüten, Blättern oder Gräsern?

Du hast es sicher geahnt: So genau kann man das nicht sagen. Rechne mit 5 bis 10 Tagen – je nach Dicke der Pflanze. Blumenpressen ist nichts für Bastel-Schnellschüsse. Das ist etwas Gemütliches, Naturnahes und Langsames. Genieß es.

Basteln mit gepressten Blumen, Blüten, Blättern oder Gräsern

Du kannst unheimlich viele DIY-Projekte mit gepressten Naturmaterialien umsetzen.

Gestalte ein Lesezeichen mit Papier und gepressten Blüten und laminiere es.

Gestalte eine Collage mit Papier und gepressten Blüten und hänge sie auf.

Lege die gepressten Blüten zwischen zwei Glasplatten und hänge sie auf.

Fertige Salzteiganhänger mit gepressten Pflanzen als sommerliches Dekoelement oder als Geschenkanhänger für den Muttertag.

Gieße einen Kerzenhalter aus Gips und klebe die gepressten Blüten darauf auf.

Gieße die getrocknete Pflanzen in Epoxidharz ein.

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© Veronika Fischer, www.vlikeveronika.com

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