8 perfekte Weihnachtskekse

Du suchst die perfekte Kombination von selbstgebackenen Weihnachtskeksen, bei denen alle wichtigen Geschmacksrichtungen von Weihnachten vertreten sind? Hier gibt es die acht leckersten Weihnachtskeksrezepte für Deinen Keksteller! Und das Beste: Du kannst sie auch glutenfrei machen. Jahrelang getestet, jetzt verrate ich meine liebsten Keksrezepte.

Ich habe gigantisch weirde Zitronenringe und Orangentaler ausprobiert, butter-overloadete Spritzkekse und steinharte Schweineöhrchen, Schokokipferl und Aniskekse, Nussbusserl und komische Mürbteigkekse mit marmeladegefüllten Mulden und bin bei so manchem todsicheren Klassiker eingefahren. Ich dachte schon, dass ich Keksebacken nicht mag, aber es stimmt nicht – ich mag nur grausliche, optisch missratene Kekse nicht. Und am allerwenigsten mag ich Kekse, die gut ausschauen und nach nichts schmecken.

Darum: Acht Kekse, die gut schmecken, einander geschmacklich und optisch gut ergänzen und Kekse, die zu guter Letzt deshalb bei mir punkten, weil sie entweder wirklich einfach sind ODER als einzige richtige Skill das sorgsame, dünne Ausrollen von Teig erfordern.

Vergiss Mürbteigkekse! Wenn Du einmal Milchkekse ausprobiert hast, wirst Du nur mehr die machen: als Linzeraugenkekse mit Marillenmarmeladenfüllung und Staubzucker, als Taler mit Marillenmarmeladenfüllung und Punschglasur oder als Kekse mit Brombeermarmeladenfüllung weißem Zuckerguss.

Weihnachtskeksrezepte, auch glutenfrei
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Das unschlagbare 3 in 1 Allround-Keks

Auch bekannt als: Milchkekse nach Linzeraugenart

Meine Lieblingsausstechform:
Für Kekse nach Linzeraugenart: quadratisch mit Wellen, Deckel mit Quadrat in der Mitte, Formgröße: ca. 3 x 3 cm
Für Taler mit Punschglasur: kreisrund, zirka 4 cm Durchmesser
Für Kekse mit Zuckerguss: jedes Jahr eine andere Form, auf dem Foto waren es Holly-Blätter

Eine kleine Liebeserklärung: Statt klassischen Mürbteigkeksen – mit Marmeladefüllung, Schokoguss oder im Linzeraugen-Style – mache ich seit Jahren die absolut himmlische Alternative: Milchkekse. Eine Woche nach dem Zusammensetzen haben sie so wunderbar von der Marmelade angezogen, dass sie im Mund zerfallen. Klassische Mürbteigkekse können da überhaupt nicht mithalten. Ich mache normaler Weise die doppelte oder dreifache Menge (hier unten ist fürs Erste die einfache Menge angegeben) und teile den Teig in eine Portion für Linzeraugenkekse und einen Teil für Punschtaler. Für zweitere: Kekse backen, mit Marillenmarmelade zusammensetzen, in Punschglasur tunken und mit gehackten Pistazien bestreuen.

Zutaten für Punschtaler und Milchkekse nach Linzeraugenart

250 g Mehl (auch glutenfrei möglich)
1/2 Packung Backpulver
180 g Butter (ich verwende Margarine)
120 g Staubzucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Messerspitze Zimt
1 Messerspitze Salz
3 EL Milch
100g geriebene Nüsse (mische hier 80 g Mandeln mit 20 g Haselnüssen ODER 100 g Mandeln, nur Haselnüsse sind deshalb nicht so ratsam, weil sie eine Bitternote erzeugen)

Rezept

Zutaten vermengen, 1 Stunde kühl stellen, hauchdünn ausrollen, ausstechen, sollte der Teig zu klebrig sein, gebt noch ein bisschen Mehl und Mandeln dazu, bis er sich gut ausrollen lasst – mit Gefühl. Damit mir der Teig nicht auf der Tischplatte klebt, rolle ich immer auf einem Backpapierbogen aus.

Ober-/Unterhitze: 170 °C
Backzeit: ca. 7 Minuten, die Kekse sind noch hell (siehe Foto auf der Seite) und ein wenig weich, wenn sie fertig sind, härten nach dem Abkühlen vollständig aus, danach mit Marillenmarmelade zusammensetzen.

Tipp zur Marmelade

Aus Überzeugung verwende ich für Weihnachtskekse die ganz günstige Marmelade von Hofer im Plastikküberl – würde ich mir niemals aufs Brot schmieren, aber für diesen Zweck genau richtig, weil sie lange hält und leicht zu verarbeiten ist. Marmelade in ein mikrowellengeeignetes Geschirr geben und ca. 1 1/2 Minuten aufwärmen. Die Marmelade wird weich und lässt sich mit einem Kaffeelöffel auf die Kekse tropfen. Auch möglich: In der Apotheke nach der größten Spritze fragen, die Spitze ein bisschen abschneiden, sodass die Öffnung größer ist und mit der Spritze die Marmelade verteilen. Marmelade ein paar Minuten trocknen lassen und die Deckel auf die Kekse setzen.

Das britische Teekeks – österreichisch gepimpt

Auch bekannt als: Haferflockenkekse
Meine Lieblingsausstechform: Die einzig wahre, einzig mögliche Form sind kleine Häufchen
Eine kleine Liebeserklärung: herrlich zu Tee und Kaffee, am köstlichsten kurz eingetunkt

Zutaten für Haferflockenkekse

125 g Butter (ich verwende Margarine)
250 g Haferflocken
250 g Mehl
1 Pck. Backpulver
175 g Zucker (gerne auch Rohrzucker)
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
1/2 TL Zimt
Saft 1/2 Zitrone
2 Eier
3 EL Milch

Rezept

Butter in der Mikrowelle (oder am Herd) flüssig machen, Haferflocken und Butter verrühren, Mehl und Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Salz, Zimt und Zitrone dazugeben, Eier und Milch hinzufügen und (am besten mit der Küchenmaschine verrühren.

Noch besser schmeckt es, wenn man klein geschnittene Cranberries (gibt es z. B. bei Hofer) hinzugibt. Ich habe es auch schon mit Rosinen, gehackten Mandeln und Schokoladestücken probiert – war alles nicht so lecker wie die Cranberries.

Mindestens 1/2 Stunde kaltstellen, sonst wird es eine klebrige Angelegenheit.
Den Teig mit einem Teelöffel in kleine Portionen teilen und in ca 1,5 cm große Kugeln rollen (verformen sich dann zu kleinen Häufchen, die aber sehr viel adretter aussehen, als würde man nur Häufchen auf das Backpapier setzen)

Ober-/Unterhitze: 180 °C
Backzeit: ca. 25 – 30 Minuten

Farbliche und geschmackliche Alternative

Auch bekannt als: Mohntaler

Meine Lieblingsausstechform: kreisrunde Taler, zirka 4 cm Durchmesser

Eine kleine Liebeserklärung: Eifreie Kekse – da traut sich sogar Uroma mit ihrer Angst vor Salmonellen zugreifen. Außerdem mag ich die geschmackliche Alternative zu den sonst oft sehr süßen Keksen.

Zutaten für Mohntaler

250 g glattes Mehl (auch glutenfrei möglich)
1/2 TL Backpulver
125 g Staubzucker
1 Pck. Vanillezucker
80 g geriebener Mohn
100 g geriebene Mandeln
125 g weiche Butter (ich verwende Margarine)

Tipp zur Füllung

Marmelade mit ein wenig Säure wie z. B. Brombeere (aus dem Garten) oder Ribisel (im 600-g-Küberl bei Penny Markt)

Rezept

Mehl und Backpulver mischen, danach mit den übrigen Zutaten zu einem Teig verkneten.
Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1/2 Stunde kalt stellen.
Teig dünn ausrollen – ca. 3 mm.
Ober-/Unterhitze: 180 °C
Backzeit: ca. 10 Minuten
Kekse mit Marmelade zusammensetzen und (am nächsten Tag) zur Hälfte in Schokolade eintauchen.

Weihnachtsduftverbreitungskekse

Auch bekannt als: Zimtsterne

Meine Lieblingsausstechform: Klassisch. Sterne

Eine kleine Liebeserklärung: Beim Backen geht es oft um sinnvolle Resteverwertung. Oft braucht man mehr Dotter als Eiklar. Das Eiklar lässt sich dann zu wunderbaren Keksen, die viel Eischnee brauchen, verarbeiten – bei mir sind das Zimtsterne oder Toffifee-Kekse. Außerdem sind Zimtsterne glutenfreie Weihnachtskekse.

Zutaten für Zimtsterne

5 Eiweiß
450 g Staubzucker
500 g geriebene Mandeln
2 TL Zimt
1 Schuss Zitronensaft

Rezept

Eiklar aufschlagen (laaaaange) und mit Staubzucker verrühren, 8 Esslöffel für die Glasur in ein Schüsserl geben, Mandeln, Zimt und Zitrone zum übrigen Eischneeteil geben.
Sterne ausstechen, mit der Glasur bestreichen.
Ober-/Unterhitze: 150 °C
Backzeit: ca. 10 Minuten

The Munchies

Auch bekannt als: Toffifee-Kekse

Meine Lieblingsausstechform: kleine Berge

Eine kleine Liebeserklärung: Eine Entdeckung. Eine Offenbarung. Die Kekse hat eine Freundin mal zu einem My-Glorious-Videodreh mitgebracht. Sie sind so gut, dass sie es sofort in die Permanent Collection der Must Bakes geschafft haben. Übrigens auch toll zur Eiklarverwertung und mit glutenfreien Oblaten auch glutenfrei möglich.

Zutaten für Toffifee-Kekse

3 Eiweiß
90 g Kristallzucker
200 g geriebene Haselnüsse – oder ein gleichwertiges Gemisch aus Haselnüssen und Mandeln
3 Pckg. Toffifee
45 Backoblaten mit ca. 4 cm Durchmesser

Rezept

Eiweiß und Zucker fest (mittelfest – steif genug, um die Schüssel umdrehen zu können, aber viel fester muss es wirklich nicht werden) schlagen, Nüsse unterheben. Eine weiche Masse entsteht – trotz der Konsistenz versuchen, einen Klecks auf die Handfläche zu bekommen, die etwa 1 cm dick ist und 6 cm im Durchmesser. Toffifee mit der abgeflachten Schokoseite auf die Oblate legen und die Eischnee-Nuss-Masse darüberstülpen, sodass das Toffifee gut verpackt ist. Ist es nicht gut verpackt, schmelzen Schokolade und Karamell, rinnen heraus und werden hart.

Ober-/Unterhitze: 170 °C
Backzeit: ca. 25 Minuten

Aufbewahrungstipp für alle Weihnachtskekse

Alle Weihnachtskekse, die ich Dir hier beschrieben habe, halten in etwa zwei Wochen. Am besten hebst Du sie in einer Metalldose nach Sorten getrennt an einem trockenen Ort auf. Verwende lieber keine Plastikdosen für die Aufbewahrung Deiner Weihnachtskekse. Feine Geschmacksknospen bemerken, dass die Kekse den Plastikgeschmack anziehen.

Happy Baking!

Danke fürs Vorbeischauen.

PS 2016: Ich habe alle Kekse glutenfrei ausprobiert und sie schmecken … praktisch gleich. Ich verwende dazu ein gemischtes Mehl (nicht reines Mais- oder Reismehl). Vorsicht geboten ist nur bei den Toffifee-Keksen wegen der Oblate und beim Backpulver – da muss man schauen, ob im jeweiligen Packerl eh nichts drinnen ist. Die Haferflockenkekse kann man an sich auch backen, wenn man ein glutenfreies Mehl verwendet. Haferflocken sind grundsätzlich glutenfrei, ABER wenn nicht explizit „glutenfrei“ draufsteht, wurden sie u. U. in einer Produktionsstätte verarbeitet, in der auch glutenhaltige Getreidesorten verarbeitet wurden, also ein no-no. Beim Einkauf darauf achten.

Glutenfreie Weihnachtskekse, Rezepte für glutenfreie Kekse
Glutenfreie Weihnachtskekse
PPS 2017: Mein Standardprogramm wurde heuer erfolgreich erweitert – nein, ganz stimmt das nicht: Ich habe die Zimtsterne (aus Zeitgründen) weggelassen, aber das ist eine längere Geschichte, die glutenfreie Keksbrösel von 3 Blechen voll Keksen am Boden, Flüche, Facebook-Posts und so weiter involvieren. JEDENFALLS brauchte ich glutenfreien Keksersatz und habe folgende mit glutenfreiem Mehl ausprobiert. SIE SIND GIGANTISCH GUT! Ganz weich, wie Messino- oder Softcake-Kekse

Orangentaler

Auch bekannt als: Das beste Keks 2017

Meine Lieblingsausstechform: werden mit dem Löffel auf das Backpapier getropft

Eine kleine Liebeserklärung: Koste sie!

Zutaten für Orangentaler

270 g Butter (ich verwende Margarine)
2 Dotter
3 Eier
250 g Staubzucker
1 Pkg Vanillezucker
350 g (glutenfreies) Mehl
1 Prise Salz
Schale von 2 Bio-Orangen oder 1 1/2 Dr.-Oetker-Päckchen Orangenzeste
Saft einer halben Orange
Schokoladeglasur
Marillenmarmelade

Rezept

Margarine, Staubzucker, Orangensaft und Orangenschalen cremig rühren, Dotter (die könntet Ihr bspw. von den Zimtsternen oder den Toffifee-Keksen übrig haben) und Eier hinzufügen, Mehl unterheben. Die Masse in einen Spritzsack geben ODER einen Plastiktiefkühlbeutel geben (3-Liter-Sackerl von Hofer), eine Ecke aufschneiden und kleine Kekse aufspritzen. Hell backen, mit Marmelade zusammenkleben und in Schoko tunken.

Ober-/Unterhitze: 180 °C
Backzeit: ca. 12 Minuten

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