Du willst eine Beanie für Erwachsene oder Kinder nähen? Kein Problem. Das Schnittmuster für dieses einfache DIY-Nähprojekt kannst du dir selbst zeichnen und die Beanie-Wendemütze anschließend ruck-zuck nähen.
Schwierigkeitsgrad: leicht | Kosten: kommt auf den Stoff an | Dauer: ca. 1 Stunde
Materialliste für eine Beanie
Zum Nähen einer Beanie brauchst du
- Schere
- Nähmaschine
- Papierbogen und Stift für den Schnitt
- Stoff: ca. 60 cm Jersey oder 2 x 30 cm, wenn du eine Wendemütze aus zwei unterschiedlichen Stoffen haben möchtest
- Nähmaschine
- Stoffklammern oder Stecknadeln
- Nähnadel und Faden zum händischen Zunähen der Wendeöffnung
Stoffwahl für deine Beanie-Mütze
Für eine Beanie brauchst du Jersey-Stoff. Jersey ist elastisch und angenehm zu tragen. Feinstrick ist auch eine gute Wahl. Nähanfänger*innen werden das Nähen von Jersey aber einfacher finden.
Um eine Beanie zu nähen brauchst du übrigens keine Overlock-Maschine. Du kannst die Beanie-Haube auch mit einer gewöhnlichen Nähmaschine nähen.
Im Idealfall hast du eine Jersey- oder Stretch-Nadel und kannst auf deiner Nähmaschine einen elastischen Stich einstellen. So bleibt die Naht dehnbar.
Schnittmuster für deine Beanie anfertigen
Am leichtesten ist es natürlich, wenn du eine Beanie zur Hand hast. Vielleicht ist sie zu klein, dann kannst du den Schnitt einfach ein bisschen erweitern. Falte die Beanie dafür vertikal in der Mitte, sodass nur die halbe Beanie auf dem Papier abgezeichnet wird.
Beachte: Ein Zentimeter am Schnitt, so wie am Bild gezeigt, sind am Ende +4 Zentimeter. Wenn du die Beanie nur um eine Größe erweitern willst, brauchst du nur ein paar Millimeter hinzufügen.
Wenn du keine Beanie zum Abmessen zur Hand hast oder dir ein bisschen unsicher bist, kannst du zum Beispiel das Schnittmuster von tedox verwenden. (Ich selbst habe es noch nicht probiert, aber es sieht solide aus – bei einem simplen Beanie kann auch nicht viel schief gehen.)
Beanie-Teile zuschneiden
Du hast zwei Möglichkeiten: Schneide vier oder zwei Beanie-Teile zu. Es ist vor allem eine Geschmacksfrage, für welche Version du dich entscheidest:
Wenn du zwei Beanie-Teile zuschneidest – einen für die Innen- und einen für die Außenseite der Beanie – ersparst du dir zwei Seitennähte. Das Nähen der Beanie geht also ein bisschen schneller. Deine Beanie hat nur eine sichtbare Naht, die du am besten am Hinterkopf trägst.
Wenn du vier Beanie-Teile zuschneidest – zwei für die Innen- und zwei für die Außenseite – musst du die beiden Innenteile und die beiden Außenteile zusammennähen, bevor du Innen- und Außenteil vernähst, aber du hast dadurch Seitennähte auf deiner Beanie. Du hast dadurch statt einer Naht am Hinterkopf zwei seitliche Nähte.
Egal ob du dich für eine Beanie aus zwei oder aus vier Stoffteilen entscheidest: Du brauchst insgesamt acht „Bischofsmützen-Spitzen“ – vier auf dem Innenteil und vier auf dem Außenteil der Beanie.
Beanie nähen
Lege die beiden gleichen Stoffteile rechts auf rechts aufeinander – Stern auf Stern und Feder auf Feder. Nähe die Seitenkanten vollständig mit einem elastischen Stich zu.
Drehe die Beanie anschließend so, dass eine der gerade genähten Seitenkanten zu dir schaut. Lege die noch offenen Bischofsmützenkanten genau aufeinander. Bei einem der beiden Mützenteile kannst du die Öffnung komplett von links nach rechts zunähen, sodass die Mütze oben geschlossen ist. Verwende dafür ebenfalls einen elastischen Stich.
Der zweite Mützenteil braucht eine Wendeöffnung, dazu kommen wir gleich.
Wendeöffnung im Beanie lassen
Beim Innenteil der Beanie brauchst du eine ca. drei bis vier Zentimeter große Wendeöffnung. Nähe die Bischofsmützenkante also noch nicht vollständig zu.
Innen- und Außenseite der Beanie vernähen
Schiebe deine beiden Beanie-Teile rechts auf rechts ineinander. Achte darauf. dass die Seitenkanten genau aufeinanderliegen.
Nähe die beiden Beanie-Teile am unteren Mützenrand aneinander. Die Mütze ist komplett geschlossen. Nur die Wendeöffnung ist noch offen und genau durch die wenden wir die Beanie jetzt von innen nach außen, sodass du die beiden schönen Stoffteile siehst.
Schließe die Wendeöffnung mit dem magischen Matratzenstich.
Stülpe die innere in die äußere Mütze. Da es eine Wendemütze ist, kannst du sie, wie der Name schon sagt, auf beiden Seiten tragen. Mal sind die Sterne außen, mal sind die Federn außen.
Tipps zur selbstgenähten Beanie
Upcycling-Tipp
Wenn du einen Lieblingspullover, ein Lieblings-T-Shirt oder ein Jersey-Langarmshirt hast, die zu klein geworden sind oder vielleicht bleibende Flecken abbekommen haben, kannst du sie zu einer Beanie upcyeln (sofern der Fleck nicht genau dort ist, wo du die Mützenteile ausschneiden musst). Ein altes Papa-T-Shirt ergibt eine tolle Kinder-Beanie.
Unteren Rand aufstülpen
Du kannst die Beanie locker im Skater-Style tragen. Am Hinterkopf sitzt sie dann ganz locker, fast ein bisschen Zwergenzipfelmützen-mäßig.
Du kannst den unteren Rand aber auch ein paar Zentimeter umklappen. Dann sitzt die Mütze enger am Hinterkopf.
Videoanleitung: Beanie nähen mit Anna von „einfach nähen“
Eine sehr gute, beginnerfreundliche Nähanleitung für eine Beanie-Mütze findest du bei „einfach nähen“ auf YouTube.
Los geht’s: Starte jetzt dein Beanie-Nähprojekt
Wenn du alle Materialien zusammen hast, kann es gleich losgehen. Starte jetzt dein DIY-Projekt und nähe deine erste Beanie selbst. Du wirst sehen, es geht ganz leicht.
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