Tipps fürs Homeoffice

by VlikeVeronika

Homeoffice für eine längere Phase – für viele Menschen ist das im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eine neue oder zumindest nicht alltägliche Erfahrung. Als Selbstständige bin ich viele Jahre homeoffice-erprobt und gebe an dieser Stelle gerne ein paar Tipps und Konzentationshilfen weiter.

10 Tipps zur Arbeit im Homeoffice: Effizient arbeiten, Pausen, Bewegung, Grenzen - so geht man mit Homeoffice in Zeiten des Coronavirus leichter um.

10 Tipps für ein gut organisiertes Homeoffice

Räumliche Trennung

Trenne Arbeit und Freizeit nach Möglichkeit räumlich. Wenn kein Arbeitszimmer oder Schreibtisch vorhanden ist, arbeite am besten in der Küche (Nähe zu Getränken & Vitaminen) und verbringe die freie Zeit im Wohnzimmer bzw. den anderen Räumen. Steht der Laptop im Wohnzimmer, wird er erfahrungsgemäß spätestens am 3. Tag nicht mehr weggeräumt. Die Folge: Die Arbeit ist dauerpräsent insbesondere weil sich Arbeit im Homeoffice oft nicht wie „richtige“ Arbeit anfühlt und man sich dadurch leicht in Bringschuld den Arbeit-/Auftraggebenden gegenüber fühlt.
Auch im Schlafzimmer hat der Arbeitsrechner nichts verloren. Es muss Ruhezonen geben. Wer seinen Laptop im Schlafzimmer hat, läuft Gefahr am Abend nochmal schnell ins E-Mail-Postfach reinzuschauen.

Oberste Regel im Homeoffice & insbesondere in dieser Ausnahmesituation: Zu Hause schlafen, essen, arbeiten & Freizeit verbringen erfordert klare Grenzen, um nicht völlig auszulaugen. Grenzen zieht man innerlich (klare Trennung von Arbeit & Freizeit) & äußerlich (räumlich, zeitlich).

Zeitliche Trennung

Setze feste Zeiten zu denen Du arbeitest. Sonst verschwimmen Arbeit und Freizeit. Diese unklare Grenze führt schnell zu einer innerlichen Überlastung.

Die „Ich gehe arbeiten“-Haltung

So wie man auch ins Büro geht, setzt man sich zu Hause an den Computer: Schön angezogen (wenn auch nicht mit Hemd & Krawatte oder Kostüm), gestylt, innerlich bereit – ihr Sonst-immer-ins-BürogeherInnen lacht vielleicht gerade, aber ich lege meine Hand ins Feuer: Das macht einen echten Unterschied!

Arbeitsplatzvorbereitung

Bereite Dir einen Arbeitsplatz vor. Mit Laptop, Stiften, Block, Wasser, Kaffee (nicht zu viel), Snack und was Du eben brauchst. Wenn Du für all das aufstehen und durch die Wohnung gehen musst, wirst Du schnell von Haushalts-To-dos abgelenkt.

Smarte Pausen | 25-5-25-Intervall

Im Homeoffice entfallen Plauderpausen (= Regeneration fürs Hirn) mit KollegInnen. Arbeite trotzdem nicht in einem Stück durch!
Für mich hat sich folgende Methode wirklich bewährt: 25 Minuten an einem bestimmten Task arbeiten, 5 Minuten Pause machen und wieder 25 Minuten arbeiten. Kann eine Aufgabe nicht in 25 Minuten erledigt werden, machst Du trotzdem nach 25 Minuten eine Pause. Stell Dir einen Timer! Dann stehst Du auf, bewegst Dich, stellst Dich mit Deinem Glas Wasser ans Fenster oder tanzt mit einem Song durchs Zimmer. Wenn Du kannst (weil keine zu Hause zu betreuenden Kinder vor der Türe lauern), verlässt Du für diese 5 Minuten den Raum. Du schaffst in zwei 25-Minuten-Einheiten mehr, als in einer Stunde, in der Du durchgehend arbeitest.

Mittagspause

Bewusstes Handeln ist in dieser Phase wichtig. Bewusste Pausen, bewusste Grenzen, bewusstes Essen! Nebenbei zu essen ist eigentlich nur ein Reinschaufeln zur Bedürfnisbefriedigung und auch das macht den Tag schnell zu einem schwammigen Blob. Deshalb: Hunger spüren, Essen zubereiten, in einem anderen Raum/an einem anderen Platz genießen und dabei auch mal auf mediale Beschallung verzichten – kein Handyscrollen, kein Laptop, kein Mittagspausen-Netflix.

Homeoffice neben Kindern

Das ist sehr von der jeweiligen Familienkonstellation abhängig, hier kann ich nur von persönlichen Erfahrungen sprechen:
Wir besprechen in der Früh, wer von uns zu welchen Uhrzeiten fixe Arbeitstermine hat – Telefonate, Videocalls, Abgaben etc. – und planen die jeweiligen Arbeitseinheiten rund um diese Termine. Außerdem fließt die Präferenz meinerseits – am Vormittag zu arbeiten – in diese Ausmachungssache ein.

Zeitpuffer „Screentime“

Manchmal gehen sich die To-dos zeitlich nicht aus. Dann dürfen die Kinder eine Sendung oder einen Film schauen. Allerdings hebe ich mir dieses Goodie immer fürs Ende auf.
Sonst
1. würden sie ewig fernschauen (wollen)
2. müsste ich meine Arbeit unterbrechen, um ihnen ein neues Beschäftigungsangebot zu machen und
3. das natürlich auch ausdiskutieren, weil es immer doof ist, mit der Berieselung aufhören zu müssen.

Hausarbeit

Gibt es bei mir während der Arbeit nicht, völlig egal wie staubig das Regal neben mir ist. Pech gehabt! Darum kann ich mich kümmern, wenn mein Arbeitstag vorbei ist, damit ich morgen in ein staubfreies Homeoffice gehen kann. Das höchste der Hausarbeitsgefühle: Die Waschmaschine in der Früh aufdrehen und NACH meiner gedanklichen Heimkehr aus dem Homeoffice aufhängen. Aber nicht zwischendurch. Wenn man das eine macht, findet sich gleich die nächste Sache, die man eigentlich auch noch schnell erledigen könnte und dann entsteht die schwammige Abgrenzung, wie oben beim Punkt „Zeitliche Trennung“ beschrieben.

Ablenkungspotenziale minimieren

Lass Dich nicht von Social Media, Liveticker-Süchteleien und Websites sidetracken. Mit AppBlock oder Antisocial kannst Du den Zugriff auf Websites und Apps am Handy für gewisse Zeiten sperren. Am Laptop hilft es schon, alle Browser-Fenster bewusst zu schließen.

Zeit für ausgleichende Bewegung nehmen

Wenn die tägliche Fahrt in die Arbeit wegfällt, fällt auch gleich mal ein Teil der täglichen Bewegung weg – Strecken gehen, Stiegen rauf, Gänge entlang. Das schlägt sich nicht nur leicht aufs Gemüt, sondern auch auf den Körper. Also beweg Dich! Geh raus, geh laufen, geh spazieren. An wenig besuchte Orte. Lade Dir eine Workout-App auf Dein Smartphone und bau die Übungen als Ritual in Deinen Tag ein.

Präventiv & im Fall von Schulter- und Nackenverspannungen finde ich diese Yoga-Einheit von Mandy Morrison sehr angenehm. Auch dieses Yoga-Workout von Boho Beautiful mag ich gern.

EXTRASPECIAL: Fitness Coach & Bloggerin Katrin von GoWithTheFlo hat eine Workout-Reihe für das Training zu Hause konzipiert: Die fit@home Workouts kannst Du ohne Geräte zu Hause machen. Aus gegebenem Anlass, und wissend dass Sport und Bewegung sich positiv aufs Gemüt auswirken, bietet Katrin bietet eine Extra-Runde fitsummer an, für die Du Dich hier anmelden kannst. Start ist am Montag, den 23. MärzMelde Dich gleich hier an.
Persönliche Erfahrung: Ich habe letztes Jahr sechs Wochen gemeinsam mit der GoWithTheFlow-Community trainiert und echt eine körperliche Veränderung gespürt. So geht das: Katrin gibt Dir die Übungen als Trainingsplan, Videos helfen Dir, es richtig zu machen. Die Intensität erhöht sich Woche für Woche, man beginnt ca. mit einem Zeitaufwand von 15 Minuten und steigert sich langsam zu rund 25 Minuten. Du brauchst nur eine Turn-/Yogamatte und ein bisschen (wenig) Platz in der Wohnung. Und das Besondere: In der Community motiviert man sich! Wir sitzen im selben Boot.

 

© Veronika Fischer, www.vlikeveronika.com

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