Lifehack: Spielzeugregal mit vielen Laden für Lego und Playmobil

[Beitrag enthält unbezahlte Markennennung | redaktioneller Beitrag]

Also bevor jemand schreit, dass das hier Schleichwerbung für Lego, Playmobil, Duplo, Brio oder Ähnliches ist: Gemeint sind Spielzeuge WIE jene dieser Marken, die es schlichtweg geschafft haben, als Marke zum Produktsynonym zu werden – Bausteine, Plastikspielzeugfiguren, Holzschienen … da weiß doch keiner, wovon wir hier reden. Ich spreche nämlich ganz konkret von diesen vielteiligen Spielzeugen, bei denen man oft nicht so genau weiß, wohin damit, weil man sie nicht – wie Puzzles oder Gesellschaftsspiele – in den Verpackungsboxen aufhebt! Wie räumt man Lego sinnvoll auf? Wie sortiert ihr eure Playmobil-Szenen? Ich habe das früher mit Tupperdosen (die natürlich nicht von Tupperware, sondern Noname-Herstellern waren) gemacht, aber diese unzähligen Boxen sind auch nicht das Wahre.

Dieser Blog ist also explizit keine Aufforderung euren Kindern mehr Spielzeug einer dieser Marken zu kaufen, sondern soll eine Hilfestellung sein, wie man schon vorhandenes Spielzeug gut verstauen kann, denn …
In jedem Kinderzimmer finden sich zig Spielzeuge, die aufgeräumt gehören, die aber kein optimales Zuhause haben. Wenn in einem Kinderzimmer konstant die Unordnung regiert, hat das nicht unbedingt mit seinen BewohnerInnen zu tun: Um Kindern (und Erwachsenen) das Aufräumen beizubringen, zu erleichtern und ihnen zu helfen, diese Ordnung auch immer wieder konsequent herzustellen, braucht es schlichtweg auch die richtigen Verstaumöglichkeiten. Wir haben das für uns auch noch nicht komplett gelöst (glaubt mir, bei uns schaut es auch oft aus – in manchen Ecken wüster als in anderen), aber mit diesem tollen Einfall, den der große Lord auf Pinterest gefunden und gebaut hat, sind wir der Ordnung einen großen Schritt näher gekommen.

Jedem Spielzeug sein Regalsystem!

Gekauft haben wir uns bei Ikea das Regal Trofast. Wie fast immer waren wir Glücksritter, und haben ein weißes Trofast in der Fundgrube gefunden, das zweite dann regulär erstanden (€ 39,99 [Stand: Mai 2018]). Ich bin ein großer Fundgrubenfan. Wenn man nur mit einer vagen Idee (weißes Möbelstück für Wohn- oder Schlafzimmer) kommt, hat man oft Glück, ein tolles Stück zur Erweiterung der Einrichtung zu finden. Das klappt natürlich nur dann, wenn man nichts ganz Bestimmtes zu einem bestimmten Zeitpunkt braucht. Wer aber Zeit und Geduld hat, und ein bisschen Flexibilität und Vorstellungsvermögen mitbringt, ist immer gut beraten, sich in der Fundgrube umzusehen. Zusätzlich zum reduzierten Preis ist das Möbelstück dann auch schon zusammengeschraubt, was ich gerne mag (bei großen Kästen wäre es unpraktisch, aber alle Möbel, die ich dort gefunden habe, haben immer noch ins Auto gepasst), weil man das Möbelstück gleich an seinen zugewiesenen Platz stellen kann und auch die Nachbarn nach dem spätabendlichen Ikea-Besuch nicht mehr mit Hämmern stört (aber das ist der Monk in mir). Gelegentlich haben die Möbelstücke Schönheitsfehler oder Abnutzungsspuren, bei diesem Trofast war es beispielsweise ein Kratzer auf der Oberfläche. Da wir wussten, dass wir eine Platte draufmontieren werden, war das völlig egal.

  1. Möbelstück kaufen und aufbauen
  2. Maß nehmen (2 Trofast mit den theoretischen Maßen 99 x 44 x 56 cm hatten bei uns aneinander geschoben die realen Maße 99 x 87 x 55 cm – irgendwo ist also 1 Zentimeter in der Breite und der Höhe verloren gegangen)
  3. In den Baumarkt fahren, eine Platte aussuchen und auf das entsprechende Maß zuschneiden lassen
  4. Platte anschrauben (braucht einen Erwachsenen zum Schrauben und einen zum Stabilisieren)

TIPP: Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann auch unten eine Platte an die Kästen montieren und Räder auf der unteren Platte befestigen, sodass man den ganzen Spielzeugblock im Zimmer verschieben und von allen Seiten zugänglich machen kann. Bedenke aber Fenster oder andere erklimmbare Gegenstände/Möbel – vielleicht willst du deinem Kind nicht eine mobile Quasi-Leiter bauen.

Jetzt haben wir nicht nur viele Fächer auf beiden Seiten des Regals, sondern auch eine große durchgehende Platte, auf der sich Lego- und Playmobilstädte errichten lassen und dort auch sicher vor dem Staubsauger stehen bleiben können. [Apropos Staubsauger: Kennst Du schon Die Putzfrau kommt! Räum schnell auf!?]

IKEA-Hack Trofast Spielzeugregal

Trofast Spielzeugregal Ikea-Hack

 

Wie viele Fächer habt ihr genommen?

Kurzantwort: 12 niedrige und 3 mittlere

Ausführliche Antwort: Auf einer Seite sind es 9 niedrige Laden (à € 2,00 [Stand: Mai 2018]), auf der anderen Seite haben wir 3 niedrige und 3 mittelhohe Laden (à € 3,00 [Stand: Mai 2018]). Es gäbe noch eine dritte Größe, die war uns aber zu hoch, weil da wieder zu viel in eine Box passt und wir einzelne Teile zu lange suchen müssten. Für Eisenbahnschienen oder Zugzubehör könnte so eine hohe Lade durchaus sinnvoll sein, wobei da auch ordentlich viel Gewicht zusammenkommt. Eine Pauschalantwort, welche/wie viele Laden am besten sind, gibt es nicht. Mache mal eine Bestandsaufnahme im Kinderzimmer und entscheide dann.

Welche Platte habt ihr verwendet und wie viel hat die Platte gekostet?

Die Platte hat samt Zuschnitt € 14,00 gekostet. In unserem Fall ist es eine beschichtete Spahnplatte. Vollholz geht natürlich auch – ist nur eine Frage des Preises. Wir konnten die Platte sofort mitnehmen. Frag am besten im Baumarkt nach. Du kannst die Platte theoretisch auch lasieren oder lackieren – kontrolliere beim Einkauf, ob die Farbe für Kinderspielzeug geeignet ist.

Was hab ihr alles verstaut?

Uns ging es in erster Linie um Lego oder Lego ähnliche Bausteine und Playmobil (Fahrzeuge, Tiere, Bäume und Pflanzen, Maxerl) für die Laden. Oben auf der Platte bauen wir die Ritterburg oder die Kugelbahn auf oder stellen unsere Bausteinkunstwerke auf und fahren mit den Matchboxautos spazieren, die “gerade oben auf dem Berg stehen” und auf die Matchboxautos am Fahrzeugteppich herunterschauen. Ad hoc fallen mir auch gleich noch die Schleich- und Tiptoi-Tiere ein, die sich hier wohlfühlen würden. Oder Holz- und Magnetbausteine.

Nutzen die Kinder das?

Wenn dir ein Monat Erfahrungswert reicht: Ja. Noch räumen wir Eltern ja vieles im Zimmer des kleinen Lords (4) auf, allein von meinem Standpunkt aus, empfinde ich es als leichter, die Teile aufzuräumen.

Was kann ich mit dem Trofast-Spielzeugregal noch machen?

Ich habe noch viele andere Trofast-Ideen auf Pinterest gesehen. Hier habe ich Dir ein Pinterest-Board mit tollen Ideen erstellt, schau mal rein.
Wir haben auch noch drei höhere Trofast-Regale, die ich schon im Bastelzimmer zum Ordnen von Stanzen und Papier oder Kleinteilen verwendet habe. Eine andere Möglichkeit wäre, Schuhe oder Patschen darin zu verstauen. Aktuell stehen sie bei der Lady im Kinderzimmer, ich finde allerdings, dass sich Trofast nicht für alle Arten von Spielzeugen eignet. Je kleiner und kuddelmuddeliger, desto besser. Deshalb erscheint es mir auch als Gewandregal nicht besonders praktisch – nur für Socken und Unterwäsche.

Und die Holzschnienen der Eisenbahn?

Zum Thema Schienen habe ich noch eine kleine Fußnote.
Wir haben da seit Jahren diese Holzkisten, die man in jedem Baumarkt bekommt, und haben sie mit Rädern mobil gemacht. Es hat irgendwie nie zu einem Blogpost gereicht, dass ich das zeige – es gibt keine Step-by-Step-Bilder, da ich den Job outgesourced habe. An dieser Stelle passt es aber gut. Durch die Räder sind die Kisten sowohl für die Kinder als auch für mich leichter zu bewegen.
Die Böden dieser Kisten sind nicht wahnsinnig dick, weshalb man die Räder nicht direkt dort anschrauben sollte. Mein Papa hat das für mich so gelöst, dass er zuerst eine Holzleiste am Boden der Kiste befestigt hat, indem er vom Inneren der Kiste nach außen gebohrt hat. Danach hat er vier Rollen angeschraubt.
Wer es gerne bunt mag, kann hier auch wunderbare Muster mit Acrylfarbe pinseln oder großflächig Kreidespray einsetzen. Oder man malt die Boxen mit schwarzem Tafellack an und kann sie dann auch mit Kreide beschriften.

Spielzeugkisten aus Holz mit Rollen

 

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