7 Tage Koffeinabstinenz | Das erwartet Dich bei Kaltem Kaffeeentzug

Ich habe sieben Tage Koffeinentzug hinter mir – cold turkey. Keine Vorwarnung, kein langsames Ausschleichen. Ich wusste nicht einmal, dass meine letzte Tasse Kaffee meine letzte (für eine Weile) sein sollte. Wie der Körper auf den Koffeinentzug reagiert und welche Schlüsse ich daraus ziehe.

Es beginnt alles mit recht wenig ideologischem Hintergrund, sondern mit einem Besuch bei der Zahnhygiene. „Vorher schütte ich so viel Kaffee wie möglich in mich rein, nachher traue ich mich wochenlang nur mit Strohhalm zu trinken. Wäre ja schade um die 85 Euro“, denke ich mir am Donnerstag vor meinem Zahnarzttermin. Zwei Tassen Kaffee sind es an dem Morgen, bevor ich mich auf den Weg zu meinem Termin mache. Zu Mittag sind die Zähne strahlend weiß, es geht ab zur Schule, Essen, Hausübung, Kindergarten, dann ein voller Nachmittag – es bleibt im Grunde nicht die Zeit, sich frischen Kaffee zu machen und so geht ein Tag mit verhältnismäßig geringer Kaffeedosis zu Ende. Irgendwo zwischen Abendessen und Schlafengehen entsteht in mir der Gedanke: „Vielleicht trinke ich einfach einmal ein paar Tage keinen Kaffee. Mal schauen, wie das so is.“

Freitag – Tag 1

Als ich am nächsten Morgen aufwache, bin ich – nach dem Motto: „Kann ja nicht so schlimm sein“ – entschlossen. Ich gehe in die Küche und mache … ja, was? Plötzlich wird mir bewusst, dass ich nicht einfach auf Kaffee verzichte. Ich durchbreche ein Ritual, das so tief in mir verankert ist, dass ich mich gleich einmal ziemlich nutzlos in der Küche fühle. Was kann man denn noch so alles trinken? Ich beobachte noch ein Gefühl, das ich von mir sonst nicht in der Früh kenne: Hunger.

Kaffeeentzug Erfahrungsbericht„Kaffee. Die wichtigste Mahlzeit des Tages.“ In dem Scherz verbirgt sich viel Wahrheit, denn dass Kaffee ein Appetitzügler ist, beweist sich somit schon am ersten Morgen meines Versuchs. Mein Körper merkt, dass ich dem gewohnten Rhythmus, ihn mit Kaffee zu versorgen, nun schon eine dreiviertel Stunde hinterherhinke – das Nervensystem meldet sich mit Alarm: Kopfweh. Alles ist sehr dumpf. Ich fühle mich, als wäre ich in Watte gepackt.
Am Vormittag arbeite ich. Dazu muss man wissen, dass ich meist von zu Hause aus arbeite, insofern ist meine nun folgende Unruhe, die darin endet, dass ich kehrend durch das Vorzimmer laufe, nicht ganz so sozial verstörend. Ich versuche, mich auf die vor mir am Bildschirm flimmernden Sätze zu konzentrieren, um eine Recherche abzuschließen, aber neben stärker werdendem Kopfweh spüre ich eine extreme Unruhe in mir. Bin wahnsinnig unrund. Stehe auf, greife zum Besen, kehre ein bisschen, während ich überlege, was ich trinken könnte. Ich habe starken Durst. Auch das ist ein Gefühl, das ich kaum kenne. Ich mache mir Tee. Zwei Liter Früchtetee und einen halben Liter Wasser trinke ich mühelos an diesem Freitag.

Normaler Weise

Ein Tag ist bei mir mit 4 – 6 Tassen (1 ¼ Liter plus Milch) Filterkaffee verbunden. Hätte man mich vorher gefragt, hätte ich gesagt, dass er mich nicht aufputscht. Ich kann auch schlafen, wenn ich abends Kaffee trinke (nur habe ich da meist keinen Gusto). Um von Kaffee nervös zu werden, braucht es bei mir schon 4 – 5 Tassen aus der Mokkakanne.
Frühstück? Nein, nur gelegentlich an Wochenenden. Mittagessen mit unserem Schulkind. Nachmittags meist noch eine Tasse Kaffee, manchmal kommt die aus der Mokkakanne. Abendessen gibt es normaler Weise gegen halb acht, dazu ein Glas Wasser, gelegentlich ein Glas Wein. Mir ist schon lange bewusst, dass ich zu wenig Flüssigkeit zu mir nehme, deshalb mache ich mir abhängig von der Jahreszeit entweder einen Liter Tee in der Thermoskanne, den ich auf den Tag verteilt trinke, oder eine Flasche Soda. Ich bin nicht konsequent darin, mir regelmäßig zu überlegen, was ich trinken könnte oder möchte, weshalb ich mich nur mit dem Trick „Vorbereiten, Hinstellen, Trinken“ zu einem akzeptablen Trinkverhalten bewegen kann. So entwickelte sich auch das viele Kaffeetrinken. Es ist so wahnsinnig einfach, sich in der Früh Kaffee zu machen und ihn in der isolierten Kanne über Stunden warmzuhalten und zu trinken.
Ich bin eine Nachteule. Funktioniere in der Früh nur, weil ich muss. Am Schulanfang bin ich eine Weile lang eine halbe Stunde früher aufgestanden, nur um alleine meinen Morgenkaffee trinken zu können, ohne vorher Kinder anzuziehen oder nebenbei Frühstück und Jause machen zu müssen. Nach einem halben Jahr geht das wieder ohne Vorlaufzeit.

Zu Mittag bin ich so müde, dass ich beim Vorlesen die Augen nicht mehr offen halten kann, lege mich eine halbe Stunde auf die Couch und schlafe sofort ein – das passiert sonst NIE. Am Nachmittag fühle ich mich gerädert und vergiftet, gebe mir den Boost eines Schokoriegels, fechte einen inneren Kampf gegen den plötzlichen Heißhunger auf Salz und Zucker aus und bin am Abend nach einem schnellen, unmotivierten Restlabendessen um halb zehn dem Ende nahe. Trotz anhaltendem Kopfweh schlafe ich auch jetzt sofort ein.

Samstag – Tag 2

Ein langer Vormittag als Home-alone-Mama steht mir bevor. Sami hat Konzerte in Deutschland, was mich zumindest davor bewahrt, herrlichen Kaffeeduft riechen und widerstehen zu müssen. Um mir das gestrige Hin und Her zu ersparen, mache ich mir 1,5 Liter entkoffeinierten Schwarztee, der mir zumindest das gewohnte Trinkerlebnis vorgaukelt: Es ist warm, etwas herb und hat Milch drinnen. Schön! Darüber hinaus wird der Ritus des In-die-Küche-Kommens-und-Kaffee-Machens durch das Füllen des Wasserkochers ersetzt. Es hilft mir tatsächlich.
Der Kopfschmerz hat in der Nacht nicht nachgelassen. Er begleitet mich durch den ganzen Tag, an dem ich wieder oft Hunger und großen Durst habe, den ich mit Soda und Früchtetee stille. Auch heute kommt mir die Beschreibung „Vergiftung“ unheimlich akkurat für meinen körperlichen Zustand vor.
Am Nachmittag gesellen sich zu den Kopfschmerzen auch Symptome eines grippalen Infektes: Mir ist kalt, der Körper schmerzt immer wieder, mein Ohr sticht. Ich bin mit der Lady auf einer Kindergeburtstagsparty und erleichtert darüber, dass mir kein Kaffee angeboten wird. Es wäre schwer gewesen. Die Lautstärke eines Festes ist für den Kopf anstrengend. Normalerweise würde ich in solchen Situationen kopfüber in meine Kaffeetasse springen – Coffee is a hug in a mug – heute muss ich ohne meinen Schatz auskommen.
Immer wieder kommt in mir das Gefühl auf, dass so starke Entzugserscheinungen nichts Gutes über den vorangegangenen Kaffeekonsum aussagen. Dabei bin ich noch nicht einmal ein Espressoshottrinker, kenne Energydrinks nur vom Kosten. Ich fühle mich geschwächt – entweder bin ich ein Kaffeejunkie auf Entzug oder ein kryptonisierter Superheld.
Es ist unangenehm, aber in mir festigt sich der Entschluss, den Versuch durchzuziehen, weil ich wissen möchte, was passiert, wie es sich anfühlt und wie lange es dauert.

Seit gestern fallen mir immer wieder all die Witze und Punchlines rund um die Kaffeeliebe ein, die im Netz ihre Runden drehen. Ich schmunzle im Normalfall darüber und finde mich in ihnen wieder. Jetzt, so mitten im kalten Entzug, wird mir bewusst, wie sehr Kaffee in unserer Gesellschaft hochstilisiert wird:
„Kaffee erreicht Stellen, da kommt Motivation niemals hin.“
„Gähnen ist der stumme Schrei nach Kaffee.“
„Kaffee dehydriert den Körper nicht, sonst wäre ich schon Staub.“
„You can do it. – Coffee
„Wie fühlt man sich eigentlich ohne Kaffee … Depresso. “
„Die Vorstellung von einem Leben ohne Kaffee ist möglich, aber sinnlos.“
„Wenn ich noch mehr Kaffee trinke, heißt meine Blutgruppe bald Arabica.“
„Coffee is a hug in a mug.“
„But first … COFFEE.“

Kaffeeliebe - Koffeinentzug

Wir schmunzeln über diese Sätze und gehen dann darüber hinweg, wahrscheinlich zum Genuss der nächsten Tasse Kaffee angeregt: „Ah ja, Kaffeeeee. Das wär doch jetzt was.“ Ich weiß es, ich mache es nämlich genauso. Ich feiere meinen Kaffee. Ich liebe ihn. Er gehört zu meinem Vormittagsworkflow, zu meinem Wochenendchillmodus, zu jedem Besuch von oder bei Freunden. Kaffee, Kaffee, immer Kaffee. Mittlerweile blicke ich auf eine zwanzigjährige steile Kaffeekarriere zurück: Filterkaffee, Mokkakanne, Kapselmaschine, Espressomaschine, French Press – wir hatten unsere heißen Romanzen, manche erkalteten rasch, andere kommen und gehen phasenweise.
Aber wenn ich mir so beim Koffeinverzicht zusehe, ist es doch mehr ein Koffeinentzug. Es ist nicht in erster Linie der Geschmack, der mir fehlt, es sind das Koffein und das Ritual. Und tief drin in mir, graut mir davor, von einer banalen Sache wie Kaffee eine so fundamentale Auswirkung in mir zu spüren. In meinem aktuellen Zustand ist es so, dass ich mit Koffein besser funktionieren würde: Kein Kopfweh, keine Unruhe, keine Verdauungsprobleme, kein In-der-Luft-hängen. Aber es gibt auch viele Nicht-Kaffeetrinker, die einwandfrei funktionieren, und an diesen Punkt möchte ich meinen Körper führen.

Sonntag – Tag 3

Mein lieber Mann ist nach wie vor in Deutschland. Kein ablenkender Kaffeegeruch also.
Ich habe solchen Hunger, dass ich den Kindern und mir in der Früh Kaiserschmarrn mache. Einen Tag möchte ich es noch ohne Kopfwehtablette aushalten, wenn der Kopfschmerz bis morgen nicht besser wird, werde ich nachhelfen. Irgendwann muss er doch von selbst verschwinden! Es gibt wieder koffeinfreien Schwarztee.
Beim Blick in den Spiegel fällt mir auf, dass mein Teint rosiger ist als sonst.
Ab Mittag sind wir bei meinen Eltern. Ich warne gleich vor, dass ich heute keinen Kaffee trinken werde und umgehe damit, dass der Geruch mich schwach machen wird. Kaffee ist für mich – so wie Wein – ein mit Genuss und Entspannung verbundenes Socializing-Getränk. Wenn man mich fragt, werde ich meist „Ja, bitte gerne“ sagen.
Die Grippesymptome von gestern sind verschwunden. Dafür habe ich Kreuzschmerzen, die in mein rechtes Bein ausstrahlen, das sich dadurch taub anfühlt. Als stimme etwas mit der Durchblutung nicht. Es hält sich bis zum Schlafengehen.

Am Abend will ich mehr zum Thema Kaffee lesen: Wirkungsweise, Vor- und Nachteile, Studien.
Kaffee soll für Asthmatiker gut sein, sich vorbeugend gegen manche Krebserkrankungen auswirken, der Lebergesundheit zuträglich sein. Es gibt unterschiedliche und vor allem widersprüchliche Studien zum Thema Koffeingenuss und Gallensteinrisikoreduktion, deren Ergebnisse hier gut zusammengefasst sind. Schlussendlich wird relativiert: Es gibt Hinweise auf die Risikoreduktion, doch die dahinterliegenden Mechanismen sind noch nicht vollständig geklärt.
Für alle Krankheiten, auf die sich der Kaffeekonsum präventiv auswirken kann, gilt: Es kommt auf bestimmte Mengen von Koffein an.
Kaffeegenuss hat aber auch seine Schattenseiten, die beispielsweise auf dieser Seite interessant und sehr umfassend dargelegt werden. Kaffeekonsum führt zur Ausschüttung von Adrenalin und versetzt den Körper in einen Aufregungszustand – wir sind leistungsfähiger. Ebbt der Effekt ab, reagiert der Körper mit Erschöpfung, Kopfschmerzen oder auch Reizbarkeit, was uns immer wieder Nachschub holen lässt, wodurch schlussendlich die Toleranz der Koffeineinnahme erhöht wird. Der Gewöhnungseffekt setzt ein. Der Umkehrschluss ist einfach: Entzieht man dem Körper das, woran er gewöhnt ist, wird das nicht spurlos an uns vorbeigehen – das kann schon bei geringen Dosen der Fall sein.

Mit der Frage “Wie gesund ist Kaffee?” hat sich auch das Team von Koch und Küche befasst und Pro und Contra in einem Beitrag aufgeschlüsselt.

Montag – Tag 4

Ich wache ohne Kopfweh auf. Ich mache Kaffee. Nicht für mich, sondern für Sami. Es stört mich nicht. Genaugenommen finde ich den Geruch ein bisschen grauslich, wenn ich direkt neben der Kaffeemaschine stehe. Im Haus duftet er aber gut. Wie an jedem der letzten koffeinfreien Tage habe ich Hunger.
Ich arbeite und es geht mir wieder leicht von der Hand.
Am Nachmittag stellt sich erneut leichtes Kopfweh ein.

Dienstag – Tag 5

Ich wache ein paar Minuten vor dem Weckerläuten auf, das wird sich auch die nächsten Tage fortsetzen, wie ich bemerke.
Kein Kopfweh. Ich fühle mich wie neu. Ich schaffe viel. Mein Teint ist rosig. Mein Körper fühlt sich nicht mehr fremd und vergiftet an. Aber so ein Nachmittagskaffee nach eineinhalb Stunden an der frischen Schneeluft … das wäre doch was. Eine Belohnung hätte ich jetzt schon verdient. Ich reiße mich am Riemen. Der Schokoriegel muss wieder als Kaffeeersatz herhalten.

Mittwoch – Tag 6

Ich glaube, ich bin durch das Ärgste hindurch. Es fällt mir nicht schwer, Kaffee für Sami zu machen. Am Vormittag bin ich unterwegs, eine Kaffeepause ergibt sich also gar nicht. Am Nachmittag haben wir einen sehr langen Termin mit den Kindern im Spital. Wir stellen ihnen etwas Süßes vom Bäcker in Aussicht. Wir fahren in eine Bäckerei mit Kaffeehaus. Es gibt Kuchen, Krapfen und Kipferl. Was trinkt man dazu? Kaffee! Ich hadere ein bisschen mit mir. Dreieinhalb Tage Kopfweh sind Folter. Warum sollte ich das provozieren, wenn ich weiß, wie ich es verhindern kann? Ich finde die Mittellösung, die mein Belohnungszentrum befriedigt, aber auch den Versuch respektiert und bestelle eine kleine Tasse koffeinfreien Cappuccino.
Sami findet das reichlich unschlau von mir. Er vermutet, dass ich dem Körper, den ich so erfolgreich entwöhnt habe, damit den kleinen Finger hinstrecke und er morgen die ganze Hand von mir wollen wird.

Donnerstag – Tag 7

Ritualisierter Kaffeegenuss - KoffeinentzugIch schreibe diesen Beitrag. Wenn man das Wort Kaffee ungefähr fünfzigmal geschrieben hat, bekommt man Gusto. Ich bleibe stark. Um der Kopfwehvermeidung willen, wegen des Versuchs und meinen Rechenschaftspartnern – Euch LeserInnen.
Dort, wo ich vor dem siebentägigen Koffeinentzug war, möchte ich nicht mehr hin. Ritualisierter Koffeingenuss ist, genauso wie jedes andere Genussmittel, das ohne viel zu überlegen eingenommen wird, Gift für meinen Körper. Dass meine Ausweichroute über den Schokoriegel geführt hat, ist für mich für eine Woche okay, längerfristig muss ich mir aber Alternativen ausdenken. Ich habe 1 Kilo mehr als letzte Woche – kann ein ungünstiger Wiegezeitpunkt oder etwas anderes gewesen sein, aber ich behalte das im Auge.

Ich hatte eine Woche Zeit, mir Gedanken über das Danach zu machen. Mein Ziel ist es, Kaffee neu zu besetzen. Kaffee ist ein Genussmittel, und Genuss wird in unserer Gesellschaft hochgehalten. Wir genießen gerne und – wenn es uns nicht eindeutig schadet – oft. Gleichzeitig ist Kaffee aber auch ein Wachmacher mit salonfähig aufputschender Wirkung. Man vergisst ob des Hypes um den Kaffee, den man überall bekommt, und all der witzigen Punchlines, dass Kaffee eben auch eine nicht zu unterschätzende Wirkung hat, die bei verstärktem Genuss nicht ausgehebelt, sondern vom Körper nur besser toleriert wird. Entzieht man dem Körper aber das Koffein, wird er das nicht als bedeutungslos abwinken. Ich nehme mir vor, Kaffee als Genussmittel zu behandeln. Genussvoll in der Früh am Frühstückstisch oder bewusst genießend mit und bei Freunden, aber aus der tassenweisen Infusion bin ich (hoffentlich dauerhaft) raus.
Wann ich meinen nächsten Kaffee trinke? Keine Ahnung, aber ich bin mir relativ sicher, dass er koffeinfrei sein wird.

 

Wenn Du denkst: „Na geh, da übertreibt sie aber!“ und Dich für suchtfrei hältst, probier es aus – drei Tage, eine Woche oder länger – und beobachte, ob Du wirklich so unabhängig von Koffein bist, wie Du glaubst. Ich bin gespannt auf Erzählungen und freue mich über Kommentare!

7 Tipps für den Koffeinentzug

  1. Go cold turkey! Um die ganze Sache nicht schwerer zu machen, als sie ohnehin ist, ist der kalte Entzug von heute auf morgen empfehlenswert. Das langsame Ausschleichen verlängert die Entzugssymptome unter Umständen und die Motivation, etwas zu verändern, schwindet. Und: Wir reden hier von Kaffee. Nicht von Drogen. You can do it!
  2. Wähle den richtigen Zeitpunkt: Vor einem langen Wochenende zu beginnen, macht am meisten Sinn. Wer sich mehrere Tage bewusst in den Offline-Modus stellt, wird nicht dieselben Hochleistungen erbringen wie sonst.
  3. Bereite Deinen Snackplan vor: Wer auf den appetitzügelnden Kaffee verzichtet, wird neben Hunger auch Heißhunger bekommen. Wer den Versuchungen nicht erliegen will, sollte mit gesunden Snacks im Vorratsschrank vorsorgen. Nüsse, Obst und Gemüse zum Knabbern.
  4. Überlege Dir gesunde Alternativen für die Flüssigkeitszufuhr: Kräuter- und Früchtetees, Wasser, Mineral. Achte darauf, auch alle anderen koffeinhaltigen Getränke wie Schwarztee, Grüntee, Energy Drinks oder Cola von Deiner Getränkeliste zu streichen.
  5. Weihe jemanden ein: Bei allen Vorsätzen ist ein (gnädiger) Rechenschaftspartner ein guter Anker, der davon abhält, in alte Gewohnheiten abzudriften.
  6. Man muss es sich nicht unnötig schwer machen: Schalte den Kopfschmerz mit einer Schmerztablette aus.
  7. Für den Ernstfall gewappnet: Damit Du besonders in den ersten Tagen nicht schwach wirst, kannst Du Dir eine Flasche mit vorbereitetem Getränk mitnehmen. Ich trinke gerne Kräuter- oder Früchtetees mit einem Schuss Orangensaft, wenn Dir aber Ingwertee schmeckt und Dir frischer Ingwer in die Hände fällt, dann eignet sich auch der wunderbar.
    Ingwertee (500 ml):
    6 – 8 Scheiben gewaschenen, ungeschälten Ingwer in die Flasche/Kanne geben
    mit ½ Liter kochendem Wasser aufgießen und 15 Minuten ziehen lassen – der Ingwer kann auch länger im Wasser bleiben
    mit einem Teelöffel Honig süßen und mit dem Saft einer halben Zitrone pimpen
2 comments Add yours
  1. Sehr interessante deine Erfahrungen zu lesen. Vor einem halben Jahr hab ich auch mit Kaffee trinken aufgehört. Hab zu dem Zeitpunkt c.a. 3 Tassen pro Tag getrunken. Mir ging es ähnlich wie dir, die ersten Tage waren sehr schwer, mit Kopfschmerzen, müde, wie in Watte gepackt- kommt mir bekannt vor (: ich hab dann c.a. Ein Monat gar kein Koffein zu mir genommen, und hab in der Zeit bemerkt, dass ich besser und tiefer schlafe, ohne Probleme in der früh aufstehe und ansonsten ruhiger war und mich mehr present gefühlt habe. Mittlerweile trinke ich ein bis zwei schwache Kaffees pro Tag! (:

    1. Liebe Damaris, schön auf diesem Weg von Dir zu lesen! Das motiviert mich sehr, weiter zu machen. Ich merke nämlich schon, dass ich ausgeschlafener bin, aber wenn ich mich dadurch auch langfristig wacher bin, wäre das ein absolutes Ziel. Ich glaube festzustellen, dass ich weniger gereizt bin.
      Toll, dass Du das so umstellen konntest!

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